schönster2006
Rheinsteig-Teil1

Beschreibung aus der Rheinsteigseite:Wenn es einen Berg gibt, den man mit Wein in Verbindung bringt, dann ist es der Johannisberg. Der weltbekannte Rebenhügel ist seit Jahrhunderten mit Riesling bestockt. Ein Standbild im Schlosshof erinnert an den Reiter, der im Herbst 1775 zu spät mit der Erlaubnis zur Lese vom Bischof in Fulda zurückgekehrt war. Die Trauben hingen faul an den Stöcken – und brachten im nächsten Frühjahr den besten Wein: Die Spätlese war erfunden. Schloss Johannisberg liegt nicht direkt am Rheinsteig, wohl aber am Zuweg von Geisenheim aus. Nach dem Blick von der Schlossterrasse wandert man unterhalb von Schloss Schwarzenstein in den Wiesengrund hinein, wo man auf das weiß-blaue R trifft. Schon bald taucht die Route in den Wald ein und steigt stetig empor zum Sandkopf, einem Steinbruch bei Stephanshausen. Von dort geht es auf dem Philosophenweg hinab zum Kloster Marienthal, einem noch heute beliebten Wallfahrtsort. Mehrere Votivtafeln künden von Wundern, die Maria vollbracht haben soll.

Nun steigt die Route kurz steil hinauf ins Wohngebiet Hähnchen und weiter an der Antoniuskapelle vorbei hinüber zum Kloster Nothgottes, ehemals ebenfalls eine bedeutende Rheingauer Wallfahrtsstätte. Von hier begleitet man den Blaubach ein Stück talwärts, bis die Markierung in die Eibinger Weinbergsgemarkung weist. Vor uns reckt sich aus den Weinbergen eine wuchtige Kirche auf. Hildegard von Bingen begründete das Benediktinerinnenkloster bereits 1165. Die heutige Abtei St. Hildegard wurde 1904 eingeweiht. In ihr leben und arbeiten 60 Ordensfrauen, die im Klosterladen nicht nur Hildegard-Schriften, sondern auch Wein und andere Köstlichkeiten anbieten. Auf dem weiteren Weg durch die Weinberge kann man vereinzelt die Spitze des Niederwalddenkmal s sehen. Der „Germania“, wie diewuchtige Bronzestatue im Volksmund heißt, muss man nicht mehr huldigen, das  haben Hunderte vorher bereits besser getan. Doch die Aussicht von ihrem Sockel ist noch immer unerreicht.

Die ersten Kilometer im Welterbetal sind geadelt. Carl Amor Maria Graf von Ostein wollte Ende des 18. Jahrhunderts die Gartenanlagen des Rokoko auf dem Niederwald imitieren – und er legte mit Eremitage, Rossel, Rittersaal und der Zauberhöhle den Grundstein für den damals schönsten Naturpark am Rhein. Hier zeigt sich der Strom zum ersten Mal von seiner besten Seite. Vom nahen Jagdschloss (heute Hotel) geht es hinunter nach Assmannshausen.

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Beschreibung aus der Rheinsteigseite:(Assmannshausen,)dessen Rotweine sind weltberühmt. Bekannteste Lage ist der Höllenberg. Kein Teufel gab den Namen, sondern eine „helda“, ein steiler Hang. Und höllisch steil ist es wirklich hinauf zum Eckersteinkopf.

Am Ende der Weinbergsgemarkung beginnt ein Felsenpfad, auf dem die Route zeigt, dass sie zu Recht den Namen Steig hat. Die fußbreite Spur schmiegt sich eng an den Hang, der mit abermillionen Felsbrocken garniert ist. Der Pfad mündet bald in den Panoramaweg. Wahrlich ein Weg mit prächtigem Panorama, zum Beispiel an der Paul-Claus-Hütte. Nicht weit hinter dem nahen Bodental weist ein Abzweig zumCampingplatz Suleika. Der gehört nicht nur zu den schönsten Arealen in Deutschland, sondern auch zum Freistaat Flaschenhals. Den riefen die Lorcher nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kurzerhand aus, bis die Franzosen ihnen die Freiheit 1923 wieder raubten.Bis zur Kirche von Lorch wartet nun noch ein kräftiges Stück Weg, zumal wie gewohnt nicht die kürzeste Route gewählt wird.